Schlag gegen internationale Schleuserbande: Bundespolizei nimmt zwei Syrer fest

(Symbolbild)

Ermittlern der Bundespolizei ist ein Schlag gegen die organisierte Schleuserkriminalität gelungen. Am 20. Mai nahmen Einsatzkräfte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut zwei syrische Staatsangehörige fest, die einer international agierenden Schleuserorganisation angehören sollen.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um Mitglieder einer Familie, die über Jahre hinweg die gewerbsmäßige Schleusung überwiegend syrischer Staatsangehöriger von der Türkei nach Deutschland organisiert haben soll. Die Bande erzielte dabei erhebliche Gewinne. Bislang wurden mehrere hundert Geschleuste identifiziert, die jeweils bis zu 15.000 Euro für ihre Schleusung an die Organisation zahlten.

Die Schleuserorganisation unterhielt zum Zweck der illegalen Einreisen Unterkünfte in der Türkei, Bulgarien und Rumänien, die als Zwischenstationen für die geschleusten Personen dienten. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen warben die Täter gezielt LKW-Fahrer für die Durchführung der Schleusungen an. Diese transportierten die schleusungswilligen Personen über mehrere Tage auf den Ladeflächen zwischen ihrer regulären Fracht bis nach Deutschland.

Mehrere Geschleuste berichteten von teils lebensgefährlichen Transportbedingungen sowie Verletzungen während der Fahrt. In einem Fall wurden 17 Personen in einem Kühl-LKW befördert und konnten nur dank eines anonymen Hinweises rechtzeitig durch Polizisten vor dem Erstickungstod gerettet werden.

Im Zuge der Einsatzmaßnahmen vollstreckten die Einsatzkräfte insgesamt zwei Haftbefehle. Zudem durchsuchten sie drei Objekte in Altdorf in Bayern sowie in Herne und Porta Westfalica in Nordrhein-Westfalen. Der Ermittlungserfolg basierte auf umfangreichen und grenzüberschreitenden Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München.

» Weitere Polizeimeldungen