Schwere Dürre prägt Sachsen – UFZ-Monitor zeigt rote Bereiche in weiten Landesteilen am 18. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitoringkarte zeigt für Sachsen eine deutlich verschärfte Trockenheitslage. Weite Teile des Freistaats weisen schwere Dürre (rote Bereiche) auf, während im zentralen Bereich teilweise sogar extreme Dürre (dunkelrote Flächen) erkennbar ist. Lediglich einzelne westliche Randgebiete zeigen noch normale Bodenfeuchteverhältnisse.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional betrachtet sind besonders die zentralen und östlichen Landesteile von schwerer bis extremer Dürre betroffen. Der Großraum um Leipzig und Dresden sowie das südöstliche Sachsen zeigen überwiegend rote Klassifizierungen. Die Lausitz weist ebenfalls deutliche Trockenheit auf. Im äußersten Westen, etwa im Vogtland, sind noch einzelne Bereiche mit normaler Bodenfeuchte zu erkennen, während der Norden zwischen moderater und schwerer Dürre schwankt.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstreichen die angespannte Lage: Mit nur 3,5 mm Niederschlag in den letzten sieben Tagen bei Durchschnittstemperaturen von 10,6°C blieb der dringend benötigte Regen aus. Auch die kommenden drei Tage versprechen mit nur 2 mm erwarteten Niederschlägen bei steigenden Temperaturen bis 22,5°C keine Entspannung. Da der UFZ-Dürremoni­tor ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, spiegelt die Karte die anhaltende Trockenphase der vergangenen Wochen wider.

Die schwere Dürre stellt Landwirtschaft und Forstwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Auf den betroffenen Flächen ist mit Ertragseinbußen zu rechnen, während Waldbrandgefahr und Baumstress zunehmen. Die Wasserversorgung gerät in den am stärksten betroffenen Gebieten unter Druck. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und bildet die langfristige Bodenfeuchteentwicklung ab.

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