Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte vom 18. Mai zeigt für Sachsen-Anhalt ein uneinheitliches Bild der Bodenfeuchte. Während der südliche Landesteil überwiegend moderate Dürreklassen (orange) aufweist, zeigen sich im nördlichen Bereich weitgehend normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse (weiß bis hellbläuliche Bereiche).

Regional betrachtet konzentriert sich die moderate Trockenheit vor allem auf den südlichen und südöstlichen Teil Sachsen-Anhalts. Kleinere Bereiche mit ungewöhnlich trockenen Verhältnissen (hellgelb) finden sich verstreut über das gesamte Landesgebiet. Der nördliche Landesteil um Magdeburg und die Altmark zeigen hingegen überwiegend normale Bodenfeuchte-Verhältnisse.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 14,4 Millimetern einen moderaten Niederschlag bei gemäßigten Temperaturen um 10,6 Grad Celsius im Durchschnitt. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, sind diese jüngsten Niederschläge nur teilweise sichtbar. Der träge reagierende Gesamtboden spiegelt noch die trockeneren Verhältnisse der vorangegangenen Wochen wider.
Die moderate Dürreklasse im südlichen Sachsen-Anhalt entspricht statistisch einem Ereignis, das etwa alle zehn Jahre auftritt. Für die Landwirtschaft bedeutet dies eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Bewässerung, während die Wasserversorgung noch nicht beeinträchtigt ist. Die normalen Verhältnisse im Norden zeigen, dass die Bodenfeuchte-Situation regional stark variiert.
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