Bei mehreren Verkehrsunfällen in München sind am Donnerstag drei Menschen verletzt worden. Den schwersten Vorfall gab es in Nymphenburg, wo eine 29-jährige Radfahrerin schwere Kopfverletzungen erlitt.
Gegen 17:20 Uhr fuhr die Deutsche mit einem Rennrad auf der Südlichen Auffahrtsallee vom Schloss Nymphenburg in Richtung Gerner Brücke. Vor ihr war ein 35-jähriger Afghane mit seinem Audi unterwegs, der wegen Gegenverkehr anhalten musste. Die Radfahrerin fuhr auf den wartenden Wagen auf, stürzte und wurde am Kopf schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Krankenhaus. Die Polizei weist darauf hin, dass Helme Kopfverletzungen oft vermeiden oder deren Ausmaß verringern können.
Ein zweiter schwerer Unfall ereignete sich bereits eine Stunde früher in Oberhaching. Gegen 16:35 Uhr fuhr eine 55-jährige Türkin mit ihrem Seat auf der Further Bahnhofstraße Richtung Bahnhof, als sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Sie kollidierte frontal mit dem Anhänger eines entgegenkommenden Isuzu, den ein 45-jähriger Deutscher fuhr. Die Frau wurde in ihrem Auto eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Oberhaching befreit werden. Sie erlitt schwere Verletzungen und kam ins Krankenhaus. Ihr Seat und der Anhänger erlitten Totalschaden. Die Straße war zwei Stunden komplett gesperrt.
In Schwabing-West kollidierte ein 23-jähriger Brite gegen 21:55 Uhr mit seinem Fahrrad auf der Rheinstraße mit einem schräg in den Radweg ragenden Halteverbotszeichen. Der junge Mann erlitt eine schwere Schnittwunde am Hals und musste stationär behandelt werden. Das Verkehrszeichen wurde vor Ort demontiert. Die Verkehrspolizei ermittelt, warum das Schild in den Radweg ragte.
Bei Festnahmen nach Graffiti-Attacken in Laim wurde ein Polizist leicht verletzt. Gegen 22:30 Uhr bemerkte eine Zivilstreife eine größere Personengruppe, teilweise mit Sturmhauben maskiert, die Schmierschriften und Sticker mit Fußballbezug anbrachte. Bei den Festnahmen von drei Tatverdächtigen – einem 16-Jährigen mit deutscher und kosovarischer, einem 20-jährigen Deutschen und einem 21-Jährigen mit deutscher und griechischer Staatsangehörigkeit – musste ein Beamter zu Boden gebracht werden. Dabei verletzte sich ein Polizist leicht, blieb aber dienstfähig. Der Schaden durch die Schmierereien beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.
In einem anderen Fall in Laim nahm die Polizei drei Personen wegen Fahrraddiebstahl fest. Eine 31-jährige Frau erkannte gegen 21:20 Uhr in der Alpenveilchenstraße ihr gestohlenes Rennrad bei einem 31-jährigen Münchner wieder. Das Rad war ihr am 30. April aus der Camerloherstraße gestohlen worden. Über fünf Polizeistreifen fahndeten nach dem Mann und fanden ihn zusammen mit einem 40-jährigen Österreicher und einer 27-jährigen Deutschen in einem Keller. Dort entdeckten sie neben dem Rennrad zwei weitere vermutlich gestohlene Fahrräder. Alle drei wurden wegen Bandendiebstahl angezeigt.
Eine über 80-jährige Münchnerin wurde Opfer eines organisierten Callcenterbetrugs. Ein Unbekannter gab sich als Arzt aus und behauptete, ihre Tochter leide an Krebs und brauche eine teure Medikamentenbehandlung. Ein zweiter Täter rief als angeblicher Polizist an und bestätigte die falsche Geschichte. Die Seniorin übergab daraufhin Wertgegenstände im Wert von mehreren Tausend Euro an einen etwa 30-jährigen, 180 bis 185 Zentimeter großen Mann in dunkler Kleidung und Cap. Als sie ihre Tochter kontaktierte, flog der Betrug auf.
Zwischen 4 und 5 Uhr früh brachen Unbekannte in eine Gaststätte im Westend ein. Sie verschafften sich über ein Seitenfenster Zutritt, durchsuchten die Räume und stahlen einen Tresor mit Bargeld, EC-Karten und anderen Wertgegenständen im dreistelligen Bereich. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren am Tatort.