Speedmarathon 2026: Fast 2000 Raser in den Kreisen Ludwigsburg und Böblingen erwischt

(Symbolbild)

Beim europaweiten Speedmarathon am Mittwoch (15. April 2026) haben Polizeibeamte in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen mehr als 1.900 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. 160 Polizeibeamte kontrollierten den ganzen Tag über an verschiedenen Stellen insgesamt über 17.000 Fahrzeuge, teilte das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit.

Der negative Spitzenreiter wurde bereits am Mittwochmorgen um 8:40 Uhr auf der Wildparkstraße (Landesstraße 1180) in Gerlingen gemessen: Ein 35-jähriger BMW-Fahrer fuhr statt der erlaubten 80 km/h nach Abzug der Toleranz 156 km/h – fast doppelt so schnell wie erlaubt. Ihn erwartet nun ein Bußgeld von mindestens 700 Euro und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Fast 40 Autofahrer waren um mehr als 40 km/h zu schnell unterwegs und müssen neben einem Bußgeld von mindestens 320 Euro mit einem Monat Fahrverbot rechnen. Die Beamten setzten sowohl automatisierte Messsysteme als auch manuelle Lasermessungen mit anschließenden Fahrzeugkontrollen ein.

Der Speedmarathon war der Höhepunkt einer Schwerpunktwoche zum Thema Geschwindigkeit, die vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg organisiert wurde. Die verstärkten Kontrollen laufen noch bis zum 19. April 2026.

Hintergrund der Aktion: Bei fast jedem fünften schweren Unfall im Jahr 2025 war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich (19,7 Prozent). Das Polizeipräsidium Ludwigsburg führt das ganze Jahr über Geschwindigkeitskontrollen durch. Die groß angelegten Aktionen sollen zusätzlich das Bewusstsein dafür schärfen, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dienen.