Spucken, Schläge, Exhibitionismus: Bundespolizei ermittelt nach zwei Vorfällen an bayerischen Bahnhöfen

Symbolbild Bundespolizei

An einem einzigen Wochenende kam es im Bereich der Bahnhöfe Freilassing und Bischofswiesen zu zwei handfesten Polizeieinsätzen der Bundespolizei: Ein 23-jähriger Rumäne bedrohte und bespuckte eine Zugbegleiterin, ein 27-jähriger Ukrainer schlug und trat einen Mitreisenden, beschädigte eine Anzeigetafel und beging mehrfach exhibitionistische Handlungen – auch noch vor den Augen der Beamten.

Am Sonntagvormittag, dem 26. April, gegen 09:10 Uhr fuhr ein 23-jähriger rumänischer Staatsangehöriger ohne gültigen Fahrschein in einem Regionalzug von Berchtesgaden nach Freilassing. Als die Zugbegleiterin ihn aufforderte, den Zug zu verlassen, stieg er zwar aus – drehte sich dann aber sofort wieder um, beleidigte und bedrohte die Frau und spuckte in ihre Richtung. Kurze Zeit später konnte eine Streife der Bundespolizei den Mann am Bahnhof Freilassing aufspüren und identifizieren. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung, Beleidigung und Erschleichens von Leistungen ermittelt.

Bereits am Samstagabend, dem 25. April, gegen 20:30 Uhr eskalierte die Lage in einem Regionalzug und anschließend auf dem Bahnsteig in Bischofswiesen. Einem 27-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen wird vorgeworfen, einen anderen Fahrgast mit den Fäusten geschlagen und ihm dann mehrfach gegen den Kopf getreten zu haben. Ein 29-jähriger Mitreisender versuchte vergeblich, die beiden zu trennen – die Auseinandersetzung verlagerte sich derweil weiter auf den Bahnsteig. Dort soll der 27-Jährige zudem die Glasscheibe einer Anzeigetafel erheblich beschädigt haben.

Laut Aussagen des Zugbegleiters hatte der Ukrainer bereits im Zug mehrfach exhibitionistische Handlungen begangen – und setzte dieses Verhalten nach der Ankunft der Landes- und Bundespolizei ungerührt fort. Gegenüber den Beamten zeigte er sich durchgehend aggressiv: Er bespuckte und beleidigte einen Bundespolizisten. Ein Atemalkoholtest verlief negativ – der Mann war also nüchtern. Der 27-Jährige muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie exhibitionistischer Handlungen verantworten.

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