Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte vom 17. Mai zeigt in Thüringen eine deutliche regionale Teilung der Bodenfeuchteverhältnisse. Während der Süden des Freistaats überwiegend moderate Dürre aufweist, verzeichnet der Norden normale bis feuchte Bodenbedingungen. Etwa die Hälfte der Landesfläche ist von Trockenheit betroffen.

Im südlichen und südwestlichen Thüringen dominieren orange Bereiche, die moderate Dürre anzeigen – ein Zustand, der statistisch etwa alle zehn Jahre auftritt. Vereinzelt sind hier auch rote Flächen mit schwerer Dürre sichtbar. Das Thüringer Becken und angrenzende Regionen zeigen hingegen überwiegend gelbe Bereiche mit ungewöhnlich trockenen Verhältnissen. Der nördliche Landesteil, insbesondere Bereiche des Harzes und angrenzende Gebiete, weisen grüne und blaue Farbtöne auf, was normale bis feuchte Bodenverhältnisse im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe signalisiert.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 10,5 Millimeter Niederschlag moderate Regenmengen bei durchschnittlich 8,4 Grad Celsius. Für die kommenden drei Tage werden weitere 4,2 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen bis 18,9 Grad erwartet. Da der UFZ-Dürreindex ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens darstellt, reagiert er träge auf kurzfristige Niederschläge. Die aktuellen Regenfälle können den Oberboden bereits verbessert haben, während die tieferen Bodenschichten noch die Trockenheit der Vorwochen widerspiegeln.
Die moderate Dürre im Süden Thüringens erfordert Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft, insbesondere bei der Bewässerungsplanung für empfindliche Kulturen. In den betroffenen Gebieten sollten Landwirte die Bodenfeuchte engmaschig überwachen. Die normale bis feuchte Bodenfeuchte im Norden des Landes zeigt hingegen günstige Bedingungen für die Vegetation. Der UFZ-Dürrenmonitor wird wöchentlich aktualisiert und stellt die Bodenfeuchte als gleitendes 14-Tage-Mittel dar.
Den aktuellen Wetterbericht für Thüringen finden Sie hier.