Ein vierjähriges Mädchen ist am Samstagabend in Sipplingen bei einem tragischen Unfall an einem Bahnübergang ums Leben gekommen. Das Kind wurde von einem Regionalexpress erfasst, als es trotz geschlossener Halbschranken mit dem Laufrad über die Gleise fuhr.
Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei ereignete sich der Unfall kurz vor 19.30 Uhr an der Seestraße in der Ortsmitte. Die Vierjährige fuhr mit ihrem Laufrad trotz geschlossener Halbschranken den Bahnübergang und wurde dabei von einem herannahenden Regionalexpress erfasst, der von Überlingen in Richtung Radolfzell fuhr. Obwohl der Zugführer eine Gefahrenbremsung einleitete, konnte er die Kollision nicht verhindern.
Das schwer verletzte Mädchen wurde nach notärztlicher Erstversorgung am Unfallort mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Dort erlag es in der Nacht seinen schweren Verletzungen. Von den rund 65 Zugfahrgästen wurde nach derzeitigem Stand niemand körperlich verletzt.
Neben der örtlichen Feuerwehr, dem Rettungsdienst und einem Notfallmanager der Deutschen Bahn waren auch Betreuungskräfte des Sanitätsdienstes und der Psychosozialen Notfallversorgung am Einsatzort. Sie kümmerten sich um Angehörige, Zeugen und die Zugfahrgäste.
Die Verkehrspolizei Ravensburg hat die Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallhergangs übernommen. Die Bundespolizei war ebenfalls am Unfallort und unterstützte bei den Ermittlungen. Die Beamten bitten mögliche weitere Zeugen, die den Geschehensablauf beobachtet haben und noch nicht befragt wurden, sich unter Telefon 0751/803-0 zu melden.