Heute, am 31. Mai, begehen Gesundheitsorganisationen weltweit den Weltnichtrauchertag. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1987 ins Leben gerufene Aktionstag soll auf die Gefahren des Tabakkonsums aufmerksam machen und Raucher zum Aufhören motivieren.
Die WHO wählte den 31. Mai bewusst aus, da am folgenden Tag, dem 1. Juni, der Internationale Kindertag begangen wird – ein Symbol dafür, dass Erwachsene die Verantwortung für eine rauchfreie Zukunft der nächsten Generation tragen. Der Gedenktag entstand als Reaktion auf die weltweit steigenden tabakbedingten Todesfälle und die Erkenntnis, dass Rauchen eine der führenden vermeidbaren Todesursachen darstellt.
Aktuelle WHO-Statistiken zeigen die dramatische Dimension des Problems: Weltweit sterben jährlich über acht Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, davon sind 1,2 Millionen Nichtraucher, die Passivrauchen ausgesetzt waren. In Deutschland rauchen etwa 23 Prozent der Erwachsenen, was rund 120.000 tabakbedingte Todesfälle pro Jahr zur Folge hat. Besonders alarmierend ist der Anstieg bei E-Zigaretten und anderen neuartigen Tabakprodukten, vor allem unter Jugendlichen.
Der diesjährige Weltnichtrauchertag steht unter dem Motto ‚Protecting children from tobacco industry interference‘. Schwerpunkt ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor der aggressiven Werbung der Tabakindustrie, die zunehmend auf soziale Medien und Influencer-Marketing setzt. Studien belegen, dass 90 Prozent aller Raucher vor dem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen beginnen.
Traditionell nutzen Gesundheitsbehörden, Krankenkassen und Beratungsstellen den Tag für Aufklärungskampagnen und kostenlose Raucherentwöhnungsprogramme. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern spezielle Kurse an, Schulen organisieren Präventionsveranstaltungen. In sozialen Medien teilen Menschen unter Hashtags wie #WorldNoTobaccoDay ihre Erfolgsgeschichten beim Rauchstopp.
Weitere Gedenktage am 31. Mai: Der Tag der Naturheilkunde würdigt alternative Heilmethoden und ganzheitliche Gesundheitsansätze. In einigen Regionen wird zudem der Internationale Tag gegen Rassismus und Diskriminierung begangen, der für Toleranz und Gleichberechtigung eintritt.