Die Bundespolizei hat am Dienstag zwei Männer nach massiven Angriffen auf Sicherheits- und Kontrollkräfte am Hauptbahnhof Dresden festgenommen. Bei den beiden Vorfällen innerhalb weniger Stunden wurden zwei Bahnmitarbeiter verletzt.
Die erste Auseinandersetzung ereignete sich gegen 13:25 Uhr während einer Fahrscheinkontrolle in einer Straßenbahn. Ein 40-jähriger deutscher Staatsangehöriger, der ohne gültiges Ticket unterwegs war, griff die beiden Kontrolleure im Alter von 28 und 29 Jahren unvermittelt an. Einem der Geschädigten schlug er mit der Faust ins Gesicht, wodurch dieser Verletzungen an der Lippe davontrug. Den zweiten Kontrolleur brachte er zu Boden und belastete dessen Nackenbereich massiv mit seinem Körpergewicht.
Eine hinzugerufene Streife der Bundespolizeiinspektion Dresden konnte den Mann überwältigen. Auch gegenüber den Polizistinnen und Polizisten zeigte er sich aggressiv und versuchte mehrfach, sich dem Zugriff zu entziehen. Ein im Vorfeld vermutetes Messer wurde bei der anschließenden Durchsuchung nicht gefunden. Während der 28-Jährige vor Ort medizinisch versorgt werden konnte, wurde sein 29-jähriger Kollege mit erheblichen Nackenschmerzen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der Erstmaßnahmen an die Landespolizei Sachsen übergeben und blickt nun Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung sowie Erschleichens von Leistungen entgegen.
Gegen 17:25 Uhr kam es vor dem Bahnhof zu einem weiteren Zwischenfall. Ein stark alkoholisierter 47-jähriger Deutscher steuerte gezielt auf eine Streife der DB Sicherheit zu, stieß heftige Beleidigungen aus und versuchte, die Sicherheitskräfte zu schlagen. Die Mitarbeiter reagierten besonnen, brachten den Angreifer zu Boden und hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest.