Unwetter in Dresden: 35 Feuerwehreinsätze – Verkehrsunfall mit Verletzten und mehrere Baumstürze

© Feuerwehr Dresden Der PKW kollidierte mit einem Baum, nachdem er von der Fahrbahn abgekommen war.

Ein heftiges Unwetter hat am Sonntag die Dresdner Feuerwehr stark gefordert. Bei 35 Einsätzen mussten die Retter vor allem gegen die Folgen von Sturmböen kämpfen – mehrere Bäume stürzten um und blockierten Straßen und Radwege.

Neben den wetterbedingten Problemen ereignete sich am Nachmittag ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bautzner Landstraße in Bühlau. Gegen 15.16 Uhr fuhr ein Renault Clio auf einen Peugeot 308 auf. Der Fahrer des auffahrenden Wagens wurde mit Verdacht auf schwere Verletzungen ins Universitätsklinikum Dresden gebracht. Die beiden Insassen des vorausfahrenden Fahrzeugs blieben unverletzt, lehnten aber eine weitere Behandlung ab. 20 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Striesen, der Rettungswache Neustadt sowie der Stadtteilfeuerwehr Bühlau waren bis 17.50 Uhr vor Ort.

In Eschdorf brannte am Nachmittag ein Strohballen auf einem landwirtschaftlichen Anhänger. Das Feuer griff auf den Anhänger über und beschädigte ihn. Da die Wasserversorgung eingeschränkt war, musste ein zusätzliches Tanklöschfahrzeug aus Weißig angefordert werden. 22 Einsatzkräfte waren von 17.17 bis 19.03 Uhr im Einsatz.

Das Unwetter sorgte für mehrere gefährliche Situationen: In der Wilhelm-Busch-Straße in Mockritz fiel ein fünf Meter langer Ast einer Winter-Linde auf einen parkenden Pkw und versperrte die Durchfahrt. Sechs Einsatzkräfte räumten die Straße frei. An der Zschierener Elbstraße blockierte eine umgestürzte Linde den beliebten Elberadweg. 15 Einsatzkräfte zerkleinerten den Baum mit Motorkettensägen und legten die Teile am Rand ab.

In Pillnitz kam gegen 19.50 Uhr ein Ford Mustang von der Lohmener Straße ab und prallte gegen einen Baum. Der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Straße musste zeitweise voll gesperrt werden. 17 Einsatzkräfte waren bis 21.39 Uhr im Einsatz. In Laubegast beschädigte ein herabgestürzter Ast weitere Bäume und blockierte eine Grundstückszufahrt, die auch als Feuerwehrzufahrt dient. Acht Einsatzkräfte beseitigten die Gefahr.

Der Rettungsdienst wurde in den vergangenen 24 Stunden 195-mal alarmiert, in 56 Fällen war ein Notarzt nötig. Zusätzlich führten die Retter 26 qualifizierte Krankentransporte durch. Der Rettungshubschrauber flog sechs Einsätze. Neben den Unwetter-Schäden verzeichnete die Feuerwehr fünf Brandeinsätze und fünf Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen sowie 25 weitere Hilfeleistungen.

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