Zwei Tatverdächtige sind gestern Mittag in eine Moschee in Berlin-Gesundbrunnen eingedrungen und haben dort Pfefferspray versprüht. Ein 59-Jähriger und ein 31-Jähriger betraten gegen 13:20 Uhr die Glaubenseinrichtung an der Drontheimer Straße, in der sich etwa 100 Personen aufhielten.
Der 59-Jährige setzte nach Angaben der Polizei zunächst im Flurbereich und anschließend im Gebetsraum Tierabwehrspray ein. Sein 31-jähriger Begleiter soll die Handlungen mit einer in seiner Brille integrierten Kamera aufgezeichnet haben. Anwesende Personen und Zeugen hielten die beiden Männer bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte fest.
Dabei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Die Einsatzkräfte stellten das Tierabwehrspray sicher und nahmen den 31-jährigen Tatverdächtigen in ein Polizeigewahrsam. Dort wurden erkennungsdienstliche Maßnahmen durchgeführt, bevor er einem Fachkommissariat überstellt wurde.
Der 59-Jährige wurde aufgrund von Brustbeschwerden von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Diese stehen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht im Zusammenhang mit dem Vorfall. Die Geschädigten und deren genaue Anzahl sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Bislang konnten die Ermittler keine Anhaltspunkte für ein religiöses oder politisches Tatmotiv feststellen. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 1 (Nord) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.