Ein 16-jähriger Tatverdächtiger syrischer Herkunft sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er am Abend des 10. September 2026 einen 30-jährigen Mann syrischer Herkunft mit einem messerähnlichen Gegenstand verletzt haben soll. Der Haftrichter am Amtsgericht Wittenberg ordnete die Untersuchungshaft an; der Jugendliche wurde in eine Jugendanstalt gebracht.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau hielt sich der Geschädigte gegen 17:40 Uhr auf dem Arsenalplatz in Wittenberg auf, als mehrere Personen ihn ansprachen und anschließend attackierten. Im Verlauf der Auseinandersetzung setzte einer der Täter einen messerähnlichen Gegenstand ein und verletzte den Mann im Oberkörper. Der Geschädigte flüchtete eigenständig zum nahegelegenen Polizeirevier; die Angreifer verfolgten ihn noch kurzzeitig.
Polizisten stellten an dem Mann eine mutmaßliche Stichwunde im Oberkörperbereich fest und leisteten Erste Hilfe. Anschließend wurde er zur stationären Behandlung in ein Klinikum gebracht.
Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen führten zur vorläufigen Festnahme des 16-Jährigen in der Nähe eines Einkaufszentrums. Zwei weitere tatbeteiligte Personen sind noch flüchtig. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau stellte Haftantrag gegen den Jugendlichen; die Haftrichterin ordnete Untersuchungshaft an.
Nach bisherigen Zeugenaussagen hielten sich zur Tatzeit zwei Kinder oder Jugendliche auf dem Arsenalplatz auf, die möglicherweise über Bild- oder Videomaterial des Angriffs verfügen. Die Polizei sucht diese Personen sowie alle weiteren Zeugen und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0340/6000-291 oder per E-Mail an lfz.pi-de@polizei.sachsen-anhalt.de. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Tat und zur Identität der beiden noch flüchtigen Beteiligten laufen.
Gefährliche und schwere Körperverletzungen im Landkreis Wittenberg: der Vergleich mit Land und Bund
Im Landkreis Wittenberg zählte die Polizei 2025 214 gefährliche und schwere Körperverletzungen, das sind 176 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis besser als im restlichen Bundesland, wo 230 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 185.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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