19-Jähriger nach Schockanruf-Betrug festgenommen – Seniorin um vierstelligen Betrag gebracht

(Symbolbild)

Nach einem Schockanruf hat die Polizei in der Region Konstanz einen 19-jährigen Betrüger festgenommen. Der junge Mann hatte am Dienstag eine Seniorin im Stadtgebiet St. Georgens angerufen und ihr vorgetäuscht, dass ihrem Sohn etwas zugestoßen sei und eine sofortige Operation durchgeführt werden müsse. Diese würde erhebliche finanzielle Mittel erfordern.

Die Seniorin fiel auf den Betrug herein und übergab wenige Minuten später einen vierstelligen Betrag an einen angeblichen Mitarbeiter eines Freiburger Klinikums. Dieser wies sich mit einem gefälschten Ausweis der Klinik vor, den er auf seinem Handy zeigte.

Der Täter hatte nicht damit gerechnet, dass andere Polizeibehörden bereits gegen ihn ermittelten. Nach sofortiger Fahndung gelang der Verkehrspolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg die Festnahme des 19-Jährigen auf der Autobahn 81 bei Sindelfingen. Am folgenden Tag führte die Polizei ihn auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz dem Amtsgericht Villingen vor. Anschließend kam er in die Justizvollzugsanstalt Freiburg.

Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmethode. Ob sich Anrufer als Polizeibeamte, Staatsanwälte, Ärzte oder lange verschollene Familienmitglieder ausgeben – hinter solchen Anrufen steckt immer der Versuch krimineller Banden, an das Vermögen ihrer Opfer zu gelangen. Die Maschen sind vielfältig: Enkeltrick, Schockanruf, Forderungen nach Überweisungen, Bargeld oder Wertsachen.

Die Polizei empfiehlt: Seien Sie bei solchen Anrufen äußerst misstrauisch, geben Sie kein Bargeld oder Wertsachen heraus und rufen Sie sofort die Polizei unter der Nummer 110 an.


Betrugsfälle in Baden-Württemberg: der Vergleich mit dem Bund

Die Polizei zählte 2025 landesweit 74.294 Betrugsfälle, das sind 661 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Baden-Württemberg besser als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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