Stand 17:07 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Köln kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei 5 von 10 – das entspricht einem niedrigen bis allenfalls moderaten konvektiven Potenzial, das jedoch durch die trockene Luftmasse und die fehlende Feuchte in den unteren Atmosphärenschichten nicht ausgeschöpft wird. Bis Mitternacht bleibt es trocken, der Wind weht aus Richtung Südwest mit 21 km/h und Böen bis 33 km/h – unangenehm, aber harmlos. Niederschlag ist mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 2 Prozent praktisch ausgeschlossen. Der Dienstagabend verläuft ruhig.
Der Grund für die ausbleibenden Gewitter liegt in der Kombination aus zu trockener Luft und fehlender Schichtungsinstabilität in der mittleren Troposphäre. Der Temperaturgradient zwischen Luft und Taupunkt beträgt derzeit 7,9 Grad Celsius – ein Wert, der bereits nahe an der kritischen Grenze von 7 Grad liegt, aber bei 70 Prozent relativer Feuchte noch nicht zur Kondensationsbasis reicht, die für aufsteigende Gewitterzellen notwendig wäre. Die Windscherung – also die Änderung von Windgeschwindigkeit und -richtung mit der Höhe – ist mit Böen unter 40 km/h zu schwach, um rotierende Aufwindstrukturen (sogenannte Mesozyklonen) zu befeuern. Ein sinkendes Druckfeld, das dynamischen Auftrieb liefern könnte, ist ebenfalls nicht erkennbar. Die Atmosphäre ist heute stabil genug, um konvektive Aktivität zu unterdrücken.
In der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch selbst entspannt sich die Lage weiter: Der Instabilitäts-Index fällt auf 0 von 10 – die Atmosphäre ist vollständig stabil. Die Luftfeuchte sinkt auf 50 Prozent, der Taupunkt-Gradient steigt auf 9,2 Grad Celsius. Gewitter sind am Mittwoch ausgeschlossen, bei erneut bis zu 27 Grad wird es ein freundlicher Herbsttag. Der entscheidende Wetterwechsel folgt am Donnerstag, 1. Oktober: Ein Tiefdrucksystem bringt mit 67-prozentiger Wahrscheinlichkeit rund 9,7 Millimeter Regen, der Taupunkt-Gradient fällt auf nur noch 2,8 Grad Celsius – ein klares Zeichen für eine feuchte, gesättigte Luftmasse. Der Instabilitäts-Index steigt dabei auf 3 von 10, was zwar im niedrigen Bereich liegt, bei der hohen Feuchte aber vereinzelte Starkregenereignisse ohne klassische Gewitterentwicklung nicht ausschließt. Freitag beruhigt sich das Wetter bei kühlen 14 Grad wieder.
Für heute Abend sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Wer jedoch den Donnerstag plant – ob für Outdoor-Aktivitäten, Pendeln oder Freizeitveranstaltungen – sollte Regenkleidung einplanen und Wassersportaktivitäten auf Flüssen und Seen wegen möglicher schnell steigender Pegelstände im Auge behalten. Typische Warnsignale für sich verschlechterndes Wetter sind ein rapider Temperaturrückgang innerhalb kurzer Zeit, plötzlich zunehmende Böen und rasch aufziehende dunkle Wolkenfelder – am Donnerstag im Zusammenhang mit dem Regenband beobachtenswert, aber ohne klassisches Gewitterprofil.
