75-Jähriger verliert hohe Summe an Online-Betrüger – Polizei warnt vor Anlagebetrug

(Symbolbild)

Ein 75-Jähriger ist Opfer eines raffinierten Online-Betrugs geworden. Am 14. Oktober meldete er den Fall der Polizei Paderborn.

Alles begann Anfang Juli mit einem Anruf. Eine Frau, die sich als Finanzvermittlerin der Frankfurter Börse ausgab, empfahl dem Mann eine Trading App für Investitionen in Kryptowährung. Der 75-Jährige ließ sich überreden und tätigte erste Überweisungen. In der App wurde ihm vorgegaukelt, dass seine Einzahlung sofort Gewinne erzielt hätte. Monatelang, bis in den September hinein, stand er im Kontakt mit der vermeintlichen Vermittlerin. Sie forderte ihn immer wieder zu weiteren Investitionen auf – der Mann kam den Aufforderungen nach. Als er sich seine angeblichen Gewinne schließlich auszahlen lassen wollte, brach der Kontakt ab.

Die Polizei kennt diese Masche gut und warnt regelmäßig davor. Der erste Kontakt erfolgt zumeist über eine Online-Anzeige in sozialen Medien, die hohe Gewinne verspricht, oder durch einen direkten Anruf vermeintlich seriöser Finanzvermittler. Oft geht es um Kryptowährung. Sobald sich das Opfer einlässt, wird es auf eine professionell aussehende Plattform in einer App oder auf einer Website geleitet und aufgefordert, ein Profil anzulegen.

Danach sollen erste, meist kleinere Einzahlungen erfolgen. Die angeblichen Vermittler halten engen Kontakt per Telefon oder E-Mail. Doch die Homepage oder App ist gefälscht. Die dargestellten Charts, die angebliche Gewinne zeigen, sind manipuliert. Ziel ist, die Opfer zu immer größeren Einzahlungen zu bewegen. Erst wenn das Opfer nach Wochen eine Auszahlung verlangt, verschwindet der Betrüger.

Die Polizei rät dringend ab, sich auf solche Angebote mit schnellen und hohen Gewinnversprechen einzulassen. In den meisten Fällen handelt es sich um Betrug. Die Behörde bittet auch Angehörige, besonders mit älteren Familienmitgliedern über diese Form des Online-Betrugs zu sprechen und auf die Gefahren hinzuweisen.


Wie die Nachbarkreise dastehen

Im Landkreis Paderborn kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 853 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen im Landkreis Gütersloh aus: 681 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 946.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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