99.000 Euro Betrug: Ludwigshafener Frau fiel auf falschen Schauspieler herein

(Symbolbild)

Eine Frau aus Ludwigshafen ist Opfer eines Romance-Scams geworden und hat rund 99.000 Euro verloren. Seit März 2026 stand sie über mehrere Chatportale mit jemandem in Kontakt, der sich als Schauspieler Martin Henderson ausgab.

Der Betrüger schilderte der Frau immer wieder verschiedene Notlagen: angebliche Entführungen, Krankenhausaufenthalte, Überfälle und Autopannen. Mit diesen Geschichten bewegte er die Ludwigshafenerin dazu, wiederholt Geld an ihn zu überweisen. Die Zahlungen leistete sie über Apple-Gutscheinkarten und Bitcoin-Wallets.

Beim sogenannten Love Scamming bauen Betrüger und Betrügerinnen über soziale Netzwerke, Dating-Plattformen oder Messenger zunächst eine persönliche und oft romantische Beziehung zu ihren Opfern auf. Sie geben sich dabei häufig als besonders erfolgreiche, prominente oder hilfsbedürftige Personen aus. Durch emotionale Bindungen wird das Vertrauen aufgebaut, bevor dann unter verschiedenen Vorwänden um Geld, Gutscheinkarten oder Kryptowährungen gebeten wird.

Tipps der Polizei zum Schutz:

Seien Sie vorsichtig, wenn eine Internetbekanntschaft bereits nach kurzer Zeit Geld fordert. Überweisen Sie kein Geld und übermitteln Sie keine Gutschein-Codes oder Kryptowährungen an Personen, die Sie nur aus dem Internet kennen. Lassen Sie sich nicht durch vermeintliche Notlagen oder Zeitdruck zu Zahlungen bewegen. Sprechen Sie mit Familie oder Freunden über eine neue Internetbekanntschaft und holen Sie eine zweite Meinung ein. Sichern Sie Chatverläufe, Zahlungsbelege und andere Informationen und erstatten Sie im Verdachtsfall Anzeige bei der Polizei.

Kontakt: Polizeipräsidium Rheinpfalz, Jan Liebel, Telefon 0621 963-20022, E-Mail pprheinpfalz.presse@polizei.rlp.de


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Rheinland-Pfalz um 13,8 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 23.086 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 69,6 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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