Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung vom 15. April 2026 zeigt ein dramatisches Bild: Weite Teile Ostdeutschlands leiden unter außergewöhnlicher Dürre, während der Westen und Norden noch moderate Bodenfeuchte aufweisen. Besonders dramatisch ist die Lage in Brandenburg, Sachsen und Teilen von Mecklenburg-Vorpommern.

Die dunkelroten Bereiche auf der Karte konzentrieren sich hauptsächlich auf die östlichen Bundesländer. Brandenburg zeigt großflächig die höchste Dürrestufe, ebenso weite Teile Sachsens und das südliche Mecklenburg-Vorpommern. Auch Sachsen-Anhalt und Thüringen sind stark betroffen. Im Kontrast dazu präsentieren sich Schleswig-Holstein, Teile Niedersachsens und der Westen Nordrhein-Westfalens in gelben bis orangenen Tönen, was auf deutlich bessere Bodenfeuchteverhältnisse hindeutet.
Die Niederschläge der vergangenen Woche verstärken dieses ungleiche Bild: Während Schleswig-Holstein 16 mm und das Saarland 14,1 mm Regen erhielten, kamen in Berlin nur 0,5 mm und in Brandenburg lediglich 3 mm zusammen. An der akuten Dürresituation in den betroffenen Regionen ändern auch die für die nächsten drei Tage prognostizierten Niederschläge wenig – denn die erwarteten Regenmengen von 5 bis 15 mm reichen bei weitem nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu durchfeuchten, die über Monate ausgetrocknet sind.
Für die Landwirtschaft in den Dürregebieten bedeutet dies massive Probleme beim Pflanzenwachstum und der Bodenbearbeitung. Besonders kritisch ist die Situation für die Frühjahrsaussaat, da Samen ohne ausreichende Bodenfeuchtigkeit nicht keimen können. Die Forstwirtschaft muss mit erhöhter Waldbrandgefahr rechnen, während Wasserbehörden bereits über Entnahmebeschränkungen für Brunnen und Gewässer nachdenken müssen.
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