Die aktuelle Dürremonitor-Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für Brandenburg eine dramatische Situation: Weite Teile des Bundeslandes leiden unter schwerer bis außergewöhnlicher Dürre, wobei der Osten und Südosten besonders stark betroffen sind.

Während der Westen und Nordwesten Brandenburgs noch vereinzelt gelbe bis orangefarbene Bereiche mit moderater Trockenheit aufweisen, dominieren im östlichen Brandenburg die alarmierenden dunkelroten Zonen des UFZ Dürremonitors. Diese Gebiete verzeichnen außergewöhnliche Dürrebedingungen mit extrem niedriger Bodenfeuchte. Besonders drastisch zeigt sich die Lage in den Grenzregionen zu Polen, wo nahezu flächendeckend die höchste Dürrestufe erreicht ist. Auch zentrale Bereiche um die Mitte des Bundeslandes weisen großflächige rote Zonen mit schwerer Dürre auf.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche verdeutlichen die Ursache der kritischen Situation: In den letzten sieben Tagen fiel kein einziger Millimeter Niederschlag, während die Temperaturen auf bis zu 26,3°C kletterten. Zwar sind für die kommenden drei Tage 6,3 mm Regen angekündigt, doch diese geringe Menge kann die tiefen Bodenschichten kaum erreichen und wird die bestehende Dürresituation nur oberflächlich lindern. Die erwarteten Höchsttemperaturen von bis zu 28,1°C werden die Verdunstung zusätzlich verstärken.
Für die Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung eine ernste Bedrohung: Getreideanbau und Feldfrüchte leiden unter dem Wassermangel, was Ernteverluste zur Folge haben könnte. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den betroffenen Regionen deutlich an. Die Wasserversorgung gerät zunehmend unter Druck, da Grundwasserspeicher und Oberflächengewässer anhaltend niedrige Pegel verzeichnen. Besonders die Ökosysteme in den dürrsten Gebieten stehen vor enormen Herausforderungen.
Den aktuellen Wetterbericht für Brandenburg finden Sie hier.