Dürre-Alarm in Berlin: Bodenfeuchtigkeit erreicht kritische Werte – 3. Mai 2026

Die Dürresituation in Berlin hat sich dramatisch verschärft. Aktuelle Daten des UFZ Dürre-Monitors zeigen für die Hauptstadt und das Umland bereits moderate bis schwere Dürrebedingungen, während in den angrenzenden Gebieten teilweise sogar außergewöhnliche Trockenheit herrscht.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders kritisch ist die Lage in den östlichen und südöstlichen Bereichen Berlins sowie in Brandenburg, wo sich auf der Karte großflächig dunkelrote Gebiete zeigen – ein Indikator für außergewöhnliche Dürre. Im Zentrum Berlins herrschen moderate Dürrebedingungen mit gelb-orange eingefärbten Bereichen. Nur vereinzelt finden sich noch Gebiete mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit, insbesondere im nordwestlichen Raum.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die besorgniserregende Entwicklung: In den letzten sieben Tagen fiel kein Niederschlag, bei Durchschnittstemperaturen von 11,9°C und Spitzenwerten bis zu 26°C. Auch die angekündigten 6,4 Millimeter Regen in den nächsten drei Tagen werden an der angespannten Bodenfeuchtesituation wenig ändern. Diese geringen Mengen versickern meist nur oberflächlich und erreichen die tieferen Bodenschichten nicht, wo Pflanzen ihr Wasser aufnehmen. Bei erwarteten Höchsttemperaturen von bis zu 28,6°C verdunstet zudem ein Großteil des Regens schnell wieder.

Für die Landwirtschaft in der Region bedeutet dies erheblichen Stress für Feldfrüchte und Wiesen. Parks und Grünflächen in Berlin leiden bereits sichtbar unter der Trockenheit. Auch die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Dürre unter Druck geraten, da die Grundwasserneubildung stark beeinträchtigt ist.

Den aktuellen Wetterbericht für Berlin finden Sie hier.

» Zum Wetterbericht für Berlin