Schwere Fahrradunfälle in München: Zwei Radfahrer mit Rettungshubschrauber ins Krankenhaus

(Symbolbild)

An einem Sonntag ereigneten sich in München zwei schwere Fahrradunfälle binnen weniger Minuten, bei denen beide Radfahrer schwere Kopfverletzungen erlitten und mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden mussten.

Der erste Unfall ereignete sich am 3. Mai 2026 gegen 13:10 Uhr in Sauerlach. Eine 25-jährige Fahrradfahrerin mit rumänischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Landkreis München war mit ihrem Mountainbike auf dem Feldweg neben der Staatsstraße 2070 in Richtung Altkirchen unterwegs, als sie stürzte. Sie erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Ihr Fahrrad wurde leicht beschädigt.

Nur 15 Minuten später, gegen 13:25 Uhr, stürzte in Harlaching ein 45-jähriger Fahrradfahrer mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München. Er befuhr mit seinem Mountainbike den Isar-Radweg auf der östlichen Isarseite in Richtung Grünwald, als er zu Fall kam und sich dabei schwer am Kopf verletzte. Auch sein Fahrrad wurde leicht beschädigt.

Die Münchner Verkehrspolizei übernahm in beiden Fällen die Ermittlungen. Nach bisherigen Erkenntnissen ergaben sich keine Hinweise auf Fremdverschulden bei den Unfällen.

Die Verkehrspolizei nutzt die Vorfälle für einen dringenden Sicherheitshinweis: Durch das Tragen von Fahrradhelmen können Kopfverletzungen oft vermieden oder zumindest das Ausmaß der Verletzungen verringert werden. Obwohl das Tragen von Fahrradhelmen gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt die Münchner Polizei grundsätzlich allen Fahrradfahrenden entsprechende Helme zu tragen.

In einem weiteren spektakulären Vorfall am selben Sonntag gegen 23:00 Uhr ereignete sich ein schwerer Unfall in der Ludwigsvorstadt. Ein 46-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck überstieg eine Absperrung am U-Bahngleis des Hauptbahnhofes München und begab sich fußläufig in den U-Bahntunnel Richtung Karlsplatz.

Zur gleichen Zeit fuhr eine U-Bahn vom Hauptbahnhof in Richtung Karlsplatz. Etwa 100 Meter vor dem U-Bahnhof Karlsplatz wurde der 46-Jährige auf seiner linken Körperseite von der rechten Fahrzeugseite der vorbeifahrenden U-Bahn touchiert. Der Fahrzeugführer bemerkte die Kollision zunächst nicht.

Der schwer Verletzte verließ den U-Bahntunnel am U-Bahnhof Karlsplatz und begab sich über das Sperrengeschoss an die Oberfläche. Dort wurden Passanten auf die schweren Verletzungen im Bereich des Oberkörpers aufmerksam und verständigten den Notruf. Der 46-Jährige wurde mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angezeigt.

Am frühen Sonntagmorgen gegen 2:15 Uhr kam es am S-Bahnhof Allach zu einer sexuellen Belästigung. Ein 27-jähriger Mann mit bulgarischer Staatsbürgerschaft und Wohnsitz in München hatte eine 18-jährige Person mit deutscher Staatsbürgerschaft gegen deren Willen angesprochen und unsittlich berührt. Die betroffene Person konnte eine Freundin über einen Messenger-Dienst verständigen, die sich zum S-Bahnhof begab, den Tatverdächtigen ansprach und die Polizei alarmierte. Der 27-Jährige wurde festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

In einem Freizeitbad in Untergiesing stellten am Sonntag gegen 17:45 Uhr zwei 12-jährige Mädchen mit deutscher Staatsbürgerschaft fest, dass ein 48-jähriger Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft und Wohnsitz in München, der in der Nähe saß, augenscheinlich seinen Genitalbereich teilweise entblößte und dabei die Mädchen ansah. Die Mädchen verständigten beim Verlassen des Schwimmbades einen Bademeister, der die Polizei alarmierte. Gegen den 48-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen sexuellem Missbrauch von Kindern eingeleitet. Das Kommissariat 17 führt die weiteren Ermittlungen.

In Pasing ereignete sich am Sonntagvormittag gegen 11:20 Uhr ein schwerer Brand. Anwohner eines Mehrfamilienhauses bemerkten eine starke Rauchentwicklung im zweiten Obergeschoss und verständigten den Notruf. Die Berufsfeuerwehr München konnte in der Wohnung einer 44-jährigen Deutschen, die selbst nicht vor Ort war, einen Brand feststellen und löschen. Mehrere Bewohner wurden durch die Feuerwehr ins Freie gebracht. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde niemand verletzt, der Sachschaden wird auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Spurensicherungsmaßnahmen der Münchner Kriminalpolizei ergaben Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung. Die Ermittlungen führten zu einem 46-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Dachau, einem Bekannten der Wohnungsinhaberin. Aufgrund eines Streits zwischen der 44-Jährigen und dem Tatverdächtigen setzte dieser das Bett und ein Sofa in Brand. Der 46-Jährige wurde am Nachmittag an seiner Wohnadresse in Dachau festgenommen und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Das Kommissariat 13 führt die weiteren Ermittlungen.

Am Dienstag, 5. Mai 2026, findet von 13:00 bis 18:00 Uhr eine gemeinsame Fahrradcodieraktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs München (ADFC) und der Münchner Polizei am Forum Münchner Freiheit statt. Polizeibeamte klären über Fahrraddiebstahl auf und geben Tipps zur Prävention.

Der ADFC codiert seit über 20 Jahren Fahrräder mit dem EIN-Code (Eigentümer-Identifizierungs-Nachweis), der Anfang der 1990er Jahre von der hessischen Polizei entwickelt wurde. Der Code setzt sich zusammen aus Stadt- oder Landkreis, einem Straßenschlüssel, der Hausnummer sowie den Initialen des Besitzers und der Jahreszahl der Codierung.

Vor jeder Codierung muss der Besitzer ein Identitätsdokument sowie einen Eigentumsnachweis für das Fahrrad vorzeigen. Grundsätzlich können alle Arten von Fahrrädern, auch E-Bikes codiert werden. Nicht codiert werden können Fahrräder aus Titan oder Carbon – diese können alternativ etikettiert werden. Der ADFC erhebt Kosten von bis zu 15 Euro pro codiertem Fahrrad, die Polizeiberatung ist kostenlos.

Weitere Codieraktionen finden jeweils von 13:00 bis 18:00 Uhr statt: am 20. Mai am Partnachplatz, am 10. Juni am Rathausplatz in Unterhaching, am 15. Juli am Canisiusplatz, am 22. Juli am Forum Schwanthalerhöhe und am 9. September in der Georg-Birk-Straße neben der Bushaltestelle.

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