Ein Mann aus Althengstett ist Anfang September Opfer eines raffinierten Betrugschemas geworden. Ein Täter gab sich als Rechtsanwalt aus und behauptete, eine Lotto-Gesellschaft zu vertreten.
Dem Geschädigten wurde vorgetäuscht, er habe ein kostenpflichtiges Lotto-Abo abgeschlossen und die fälligen Beträge nicht bezahlt. Deshalb drohte ihm dem vermeintlichen Anwalt zufolge eine Klage. Der Betrüger bot seine Hilfe an und brachte den Mann schließlich dazu, mehrere Zahlungen zu leisten. Zusätzlich übergab der Geschädigte Bargeld an einen unbekannten Mann in der Stuttgarter Innenstadt. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei soll der Abholer Deutscher gewesen sein und einen Oberlippenbart getragen haben. Eine nähere Beschreibung des Mannes liegt nicht vor.
Als der vermeintliche Anwalt anschließend erneut Geld forderte, brach der Geschädigte den Kontakt ab und zeigte die Tat bei der Polizei an. Der entstandene Schaden beläuft sich auf über 25.000 Euro.
Die Polizei warnt: Bei unerwarteten Zahlungsaufforderungen sollte man besonders vorsichtig sein und sich nicht unter Druck setzen lassen. Forderungen müssen zunächst unabhängig überprüft werden. Überweisungen oder Bargeldübergaben an unbekannte Personen darf man keinesfalls aufgrund von Anrufen oder anderen Kontaktaufnahmen vornehmen. Wer Zweifel an einer Forderung hat, sollte den Kontakt beenden und sich an eine offizielle Stelle oder die Polizei wenden.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 622 Betrugsfällen im Landkreis Calw konnte die Polizei 2025 416 aufklären, das sind 66,9 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 66,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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