Ein 61-Jähriger aus Langensteinbach ist Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Als Betrüger versuchten, 6.000 Euro in vermeintlichen Steuern von ihm zu kassieren, informierte er die Polizei — und half so bei der Festnahme von vier Verdächtigen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe wurde der Mann zunächst durch eine Werbeanzeige im Internet auf eine scheinbar lukrative Finanzanlage aufmerksam und investierte etwa 200 Euro. Über die betrügerische Webseite wurde ihm bereits nach wenigen Tagen ein Guthaben von mehreren zehntausend Euro suggeriert. Um diese vermeintliche Summe auszahlen lassen zu können, sollte er angebliche Steuern in Höhe von 6.000 Euro an seiner Wohnanschrift an eine Abholerin übergeben.
Der 61-Jährige durchschaute den Betrug jedoch rechtzeitig. Er gab vor, die Forderung erfüllen zu wollen, verständigte aber tatsächlich die Polizei. Polizeibeamte nahmen daraufhin am Freitagnachmittag vier Personen vorläufig fest, als diese mit einem Fahrzeug an der Adresse des Geschädigten vorfuhren — darunter die 58-jährige mutmaßliche Geldabholerin und der 26-jährige Fahrer.
Am Samstag wurden diese beiden dem Haftrichter des Amtsgerichts Karlsruhe vorgeführt. Der Richter erließ gegen beide einen Haftbefehl und ordnete jeweils Untersuchungshaft an. Gegen eine 22-jährige Fahrzeuginsassin lehnte der Haftrichter den Erlass eines Haftbefehls ab; sie wurde ebenso wie ein 17-jähriger weiterer Fahrzeuginsasse nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen laufen noch.
So schützen Sie sich vor Anlagebetrug
Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei raten: Lassen Sie sich nicht auf ungewollte Kontaktaufnahmen über das Internet, soziale Medien, E-Mail oder Telefon ein. Werden Sie bei scheinbar besonders lukrativen Angeboten misstrauisch.
Nutzen Sie den Service von Verbraucherzentralen, Stiftung Warentest oder Ihrer Hausbank und lassen Sie vorliegende Angebote prüfen. Holen Sie Vergleichsangebote anderer Anbieter ein. Denken Sie daran: Produkt-Zertifizierungen sind häufig vor allem Werbemittel und bieten weder Gewähr für die Seriosität eines Anbieters noch für sichere Kapitalanlagen. Das gilt auch für erfundene Werbung mit Namen prominenter Personen, die angeblich bereits erfolgreich mit derselben Anlage investiert haben.
Überweisen Sie kein Geld an Unbekannte. Im Zweifel hilft ein Anruf beim Dezernat für Wirtschaftskriminalität des Polizeipräsidiums Karlsruhe (0721 666-5301) vor einem finanziellen Schaden. Weitere Informationen gibt es online unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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