Arbeitslosenquote im Rhein-Hunsrück-Kreis im September 2026: spürbar gesunken

Rhein-Hunsrück-Kreis steht am Arbeitsmarkt besser da als Rheinland-Pfalz: 4,3 Prozent Arbeitslosenquote im September 2026 gegenüber 5,5 Prozent. Konkret waren 2.597 Menschen arbeitslos gemeldet, 40 weniger als noch im August.

Die Entwicklung zum Vormonat überdeckt allerdings eine gegenläufige Bewegung im Jahresvergleich: Verglichen mit September 2025 sind 174 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 7,2 Prozent.

Wer wird wie unterstützt? 1.366 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,3 Prozent). Etwa gleich viele – 1.231 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 2,0 Prozent).

Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 3.106 Personen beziehungsweise 5,1 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Wen es besonders trifft

Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 772 Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 30 Prozent. 328 sind jünger als 25 Jahre (23 weniger als im Vormonat), 938 haben die 50 überschritten. 706 sind Ausländerinnen und Ausländer, 156 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Rhein-Hunsrück-Kreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Rhein-Hunsrück-Kreis bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 4,3 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 4,2 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (3,2 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (4,3 Prozent) liegen 1,1 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 2.502 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Rhein-Hunsrück-Kreis?

2024 gab es im Rhein-Hunsrück-Kreis 18 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 15,0 Fälle der fünf Jahre zuvor. Zugleich wurden 12 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.

Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.