13.899 Menschen waren im September 2026 im Rhein-Neckar-Kreis arbeitslos gemeldet. Das sind 361 weniger als im August. Die Quote lag bei 4,5 Prozent — knapp unter dem Landeswert von Baden-Württemberg von 4,7 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt günstiger aus: Gegenüber September 2025 sind 680 Menschen weniger ohne Arbeit, ein Rückgang um 4,7 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 6.990 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,2 Prozent. Die übrigen 6.909 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,2 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 17.122 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im September waren 1.270 der Arbeitslosen im Rhein-Neckar-Kreis jünger als 25 Jahre (121 weniger als im Vormonat). 4.362 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 31 Prozent aller Betroffenen. 5.247 sind 50 Jahre oder älter. 4.977 haben keinen deutschen Pass, 1.399 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Rhein-Neckar-Kreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Rhein-Neckar-Kreis bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 4,4 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 4,6 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (3,5 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (4,6 Prozent) liegen 1,1 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 14.108 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Rhein-Neckar-Kreis?
Die Zahl ist gestiegen: 115 Unternehmen meldeten 2024 im Rhein-Neckar-Kreis Insolvenz an, nach durchschnittlich 74,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 689 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.