Am Arbeitsmarkt im Schwalm-Eder-Kreis hat sich die Lage im September 2026 deutlich entspannt: 4.526 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 143 weniger als im August. Mit 4,5 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Hessen von 5,9 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 100 Arbeitslose weniger gegenüber September 2025 entsprechen einem Rückgang von 2,2 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.950 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 1,9 Prozent. Für die größere Gruppe von 2.576 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 2,6 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 5.642 Menschen und 5,6 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Schwalm-Eder-Kreis trifft. 548 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (78 weniger als im Vormonat), 1.506 sind 50 Jahre oder älter. 1.334 Menschen und damit 29 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.499 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 382 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Schwalm-Eder-Kreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Schwalm-Eder-Kreis bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 5,0 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 4,6 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (3,2 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (5,0 Prozent) liegen 1,8 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 4.594 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Schwalm-Eder-Kreis?
2024 meldeten im Schwalm-Eder-Kreis 15 Unternehmen Insolvenz an — weniger als die durchschnittlich 18,0 Fälle der fünf Jahre davor. Unter dem Strich kamen 167 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Hessen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.