Dortmund steht am Arbeitsmarkt schlechter da als Nordrhein-Westfalen: 12,3 Prozent Arbeitslosenquote im September 2026 gegenüber 7,9 Prozent. Konkret waren 40.858 Menschen arbeitslos gemeldet, 544 weniger als noch im August.
Die Entwicklung zum Vormonat überdeckt allerdings eine gegenläufige Bewegung im Jahresvergleich: Verglichen mit September 2025 sind 1.237 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 3,1 Prozent.
Wer wird wie unterstützt? 10.237 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 3,1 Prozent). Deutlich mehr – 30.621 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 9,2 Prozent).
Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 49.213 Personen beziehungsweise 14,4 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.
Wen es besonders trifft
Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 17.655 Menschen in Dortmund sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 43 Prozent. 3.741 sind jünger als 25 Jahre, 13.255 haben die 50 überschritten. 17.618 sind Ausländerinnen und Ausländer, 3.312 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Dortmund in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage in Dortmund entspannt: von 12,5 auf 12,0 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 10,1 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 39.689 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Dortmund?
Auffällig ist die Zahl nicht: 173 Unternehmensinsolvenzen 2024 in Dortmund entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 177,4 Fällen liegt. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 492 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.