Am Arbeitsmarkt in Forchheim hat sich die Lage im September 2026 leicht angespannt: 2.387 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1 mehr als im August. Mit 3,5 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 124 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 5,5 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.403 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,1 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 984 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 2.932 Menschen und 4,3 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Forchheim trifft. 257 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 1.015 sind 50 Jahre oder älter. 546 Menschen und damit 23 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 712 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 301 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Forchheim in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Forchheim bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 2,9 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,3 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (2,4 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (3,3 Prozent) liegen 0,9 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 2.251 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Forchheim?
2024 gab es im Landkreis Forchheim 17 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 13,8 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 104 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.