Arbeitslosenquote in Garmisch-Partenkirchen im September 2026: leicht gesunken

Garmisch-Partenkirchen steht am Arbeitsmarkt besser da als Bayern: 3,5 Prozent Arbeitslosenquote im September 2026 gegenüber 4,2 Prozent. Konkret waren 1.757 Menschen arbeitslos gemeldet, 6 weniger als noch im August.

Die Entwicklung zum Vormonat überdeckt allerdings eine gegenläufige Bewegung im Jahresvergleich: Verglichen mit September 2025 sind 163 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 10,2 Prozent.

Wer wird wie unterstützt? 904 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 1,8 Prozent). Etwa gleich viele – 853 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 1,7 Prozent).

Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 2.073 Personen beziehungsweise 4,2 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Wen es besonders trifft

Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 479 Menschen in Garmisch-Partenkirchen sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 27 Prozent. 189 sind jünger als 25 Jahre, 787 haben die 50 überschritten. 678 sind Ausländerinnen und Ausländer, 140 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Garmisch-Partenkirchen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 3,6 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,6 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (2,7 Prozent) und dem Höchstwert 2016 (3,7 Prozent) liegen 1,0 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.759 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen?

Die Zahl ist gestiegen: 16 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Insolvenz an, nach durchschnittlich 10,2 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 164 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.