Arbeitslosenquote in Heilbronn im September 2026: spürbar gesunken

8.736 Menschen waren im September 2026 in Heilbronn arbeitslos gemeldet. Das sind 150 weniger als im August. Die Quote lag bei 4,2 Prozent — unter dem Landeswert von Baden-Württemberg von 4,7 Prozent.

Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber September 2025 sind 61 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 0,7 Prozent.

Ein Blick auf die Details zeigt: 4.632 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,2 Prozent. Die übrigen 4.104 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,0 Prozent.

Die Unterbeschäftigung liegt mit 10.820 Personen beziehungsweise 5,1 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.

Wer ist betroffen?

Im September waren 859 der Arbeitslosen in Heilbronn jünger als 25 Jahre (67 weniger als im Vormonat). 2.507 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 29 Prozent aller Betroffenen. 3.262 sind 50 Jahre oder älter. 3.229 haben keinen deutschen Pass, 577 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Heilbronn in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Im Landkreis Heilbronn ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 3,4 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,1 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 2,8 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 8.561 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Heilbronn?

Die Zahl ist gestiegen: 90 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Heilbronn Insolvenz an, nach durchschnittlich 54,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 548 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.