Arbeitslosenquote in Kaiserslautern im September 2026: spürbar gesunken

Am Arbeitsmarkt in Kaiserslautern hat sich die Lage im September 2026 spürbar entspannt: 5.322 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 109 weniger als im August. Mit 9,5 Prozent liegt die Quote deutlich über dem Landeswert von Rheinland-Pfalz von 5,5 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 54 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 1,0 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.902 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 3,4 Prozent. Für die größere Gruppe von 3.420 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 6,1 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 6.208 Menschen und 10,9 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Kaiserslautern trifft. 562 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 1.650 sind 50 Jahre oder älter. 1.977 Menschen und damit 37 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.835 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 246 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Kaiserslautern in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote in Kaiserslautern bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 9,7 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 9,5 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2022 (8,1 Prozent) und dem Höchstwert 2016 (9,8 Prozent) liegen 1,7 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 5.330 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Kaiserslautern?

2024 gab es in Kaiserslautern 21 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 18,0 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 187 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.