Arbeitslosenquote in Kulmbach im September 2026: spürbar gesunken

Am Arbeitsmarkt in Kulmbach hat sich die Lage im September 2026 spürbar entspannt: 1.816 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 35 weniger als im August. Mit 4,4 Prozent liegt die Quote knapp über dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 21 Arbeitslose weniger gegenüber September 2025 entsprechen einem Rückgang von 1,1 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.019 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,5 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 797 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,9 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 2.041 Menschen und 4,9 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Kulmbach trifft. 160 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (23 weniger als im Vormonat), 855 sind 50 Jahre oder älter. 581 Menschen und damit 32 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 364 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 326 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Kulmbach in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Landkreis Kulmbach bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 4,5 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 4,4 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (3,3 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (4,5 Prozent) liegen 1,2 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.802 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Kulmbach?

2024 gab es im Landkreis Kulmbach 10 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 8,4 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 81 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.