Am Arbeitsmarkt in Main-Spessart hat sich die Lage im September 2026 leicht entspannt: 2.150 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 14 weniger als im August. Mit 3,0 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 138 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 6,9 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.303 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 1,8 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 847 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,2 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 2.558 Menschen und 3,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Main-Spessart trifft. 282 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 774 sind 50 Jahre oder älter. 456 Menschen und damit 21 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 597 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 205 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Main-Spessart in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Main-Spessart bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 2,3 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 2,6 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (1,8 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (2,6 Prozent) liegen 0,8 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.927 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Main-Spessart?
Auffällig ist die Zahl nicht: 17 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Landkreis Main-Spessart entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 16,6 Fällen liegt. Zugleich wurden 94 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.