Am Arbeitsmarkt in Mansfeld-Südharz hat sich die Lage im September 2026 deutlich entspannt: 6.137 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 273 weniger als im August. Mit 9,8 Prozent liegt die Quote deutlich über dem Landeswert von Sachsen-Anhalt von 8,0 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 40 Arbeitslose weniger gegenüber September 2025 entsprechen einem Rückgang von 0,6 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.868 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 3,0 Prozent. Für die größere Gruppe von 4.269 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 6,8 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 7.299 Menschen und 11,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Mansfeld-Südharz trifft. 648 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (65 weniger als im Vormonat), 2.394 sind 50 Jahre oder älter. 2.998 Menschen und damit 49 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 886 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 273 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Mansfeld-Südharz in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Mansfeld-Südharz entspannt: von 13,3 auf 10,2 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 9,4 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 6.451 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Mansfeld-Südharz?
Die Zahl ist gestiegen: 32 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Mansfeld-Südharz Insolvenz an, nach durchschnittlich 23,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 23 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.