Arbeitslosenquote in Nordsachsen im September 2026: spürbar gesunken

Am Arbeitsmarkt in Nordsachsen hat sich die Lage im September 2026 spürbar entspannt: 7.635 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 210 weniger als im August. Mit 7,2 Prozent liegt die Quote knapp über dem Landeswert von Sachsen von 7,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 289 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 3,9 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 3.047 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,9 Prozent. Für die größere Gruppe von 4.588 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,3 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 8.777 Menschen und 8,2 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Nordsachsen trifft. 891 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (73 weniger als im Vormonat), 3.020 sind 50 Jahre oder älter. 3.108 Menschen und damit 41 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.427 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 427 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Nordsachsen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Nordsachsen entspannt: von 9,3 auf 6,8 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 6,2 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 7.309 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Nordsachsen?

Die Zahl ist gestiegen: 29 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Nordsachsen Insolvenz an, nach durchschnittlich 21,8 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 13 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Sachsen im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.