Am Arbeitsmarkt in Nürnberg hat sich die Lage im September 2026 leicht entspannt: 23.205 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 96 weniger als im August. Mit 7,4 Prozent liegt die Quote deutlich über dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich kaum etwas bewegt: 60 Arbeitslose weniger als im September 2025 entsprechen einem Minus von 0,3 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 8.730 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,8 Prozent. Für die größere Gruppe von 14.475 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,6 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 28.876 Menschen und 9,1 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Nürnberg trifft. 2.510 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 7.353 sind 50 Jahre oder älter. 7.387 Menschen und damit 32 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 11.131 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 2.134 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Nürnberg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote in Nürnberg bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 7,2 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 7,3 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (5,2 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (7,3 Prozent) liegen 2,1 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 22.572 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Nürnberg?
Die Zahl ist gestiegen: 251 Unternehmen meldeten 2024 in Nürnberg Insolvenz an, nach durchschnittlich 136,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 613 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.