Rhön-Grabfeld steht am Arbeitsmarkt besser da als Bayern: 4,1 Prozent Arbeitslosenquote im September 2026 gegenüber 4,2 Prozent. Konkret waren 1.860 Menschen arbeitslos gemeldet, 5 weniger als noch im August.
Die Entwicklung zum Vormonat überdeckt allerdings eine gegenläufige Bewegung im Jahresvergleich: Verglichen mit September 2025 sind 89 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 5,0 Prozent.
Wer wird wie unterstützt? 1.024 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,3 Prozent). Etwas weniger – 836 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 1,8 Prozent).
Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 2.266 Personen beziehungsweise 4,9 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.
Wen es besonders trifft
Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 511 Menschen in Rhön-Grabfeld sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 27 Prozent. 238 sind jünger als 25 Jahre (13 weniger als im Vormonat), 736 haben die 50 überschritten. 442 sind Ausländerinnen und Ausländer, 202 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rhön-Grabfeld in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis Rhön-Grabfeld ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 3,1 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 3,7 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 2,4 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 1.692 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Rhön-Grabfeld?
Die Zahl ist gestiegen: 12 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Rhön-Grabfeld Insolvenz an, nach durchschnittlich 6,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 60 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.