Arbeitslosenquote in Rosenheim im September 2026: leicht gesunken

Am Arbeitsmarkt in Rosenheim hat sich die Lage im September 2026 leicht entspannt: 4.927 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 24 weniger als im August. Mit 3,2 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 104 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 2,2 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 3.072 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,0 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 1.855 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,2 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 5.799 Menschen und 3,8 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Rosenheim trifft. 650 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 1.974 sind 50 Jahre oder älter. 1.140 Menschen und damit 23 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.423 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 394 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rosenheim in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Landkreis Rosenheim bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 2,7 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,1 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (2,2 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (3,1 Prozent) liegen 0,9 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 4.745 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Rosenheim?

2024 gab es im Landkreis Rosenheim 49 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 39,8 Fälle der fünf Jahre zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 346 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.