Arbeitslosenquote in Schweinfurt im September 2026: leicht gesunken

Am Arbeitsmarkt in Schweinfurt hat sich die Lage im September 2026 leicht entspannt: 2.253 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 16 weniger als im August. Mit 7,6 Prozent liegt die Quote deutlich über dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr kehrt sich das Vorzeichen um: 161 zusätzliche Arbeitslose gegenüber September 2025 entsprechen einem Zuwachs von 7,7 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 876 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,9 Prozent. Für die größere Gruppe von 1.377 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,6 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 2.974 Menschen und 9,7 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Schweinfurt trifft. 231 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (13 weniger als im Vormonat), 663 sind 50 Jahre oder älter. 765 Menschen und damit 34 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 898 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 182 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Schweinfurt in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

In Schweinfurt ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 6,3 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 7,2 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 5,6 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.124 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Schweinfurt?

Die Lage hat sich beruhigt: Nur 4 Unternehmen mussten 2024 in Schweinfurt Insolvenz anmelden, gegenüber durchschnittlich 11,4 Fällen in den fünf Jahren davor. Unter dem Strich kamen 63 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.