Am Arbeitsmarkt in Traunstein hat sich die Lage im September 2026 deutlich entspannt: 3.309 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 132 weniger als im August. Mit 3,2 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Bayern von 4,2 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 53 Arbeitslose weniger gegenüber September 2025 entsprechen einem Rückgang von 1,6 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.875 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 1,8 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 1.434 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 4.010 Menschen und 3,9 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Traunstein trifft. 385 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (83 weniger als im Vormonat), 1.352 sind 50 Jahre oder älter. 805 Menschen und damit 24 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 982 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 331 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Traunstein in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Traunstein bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 3,0 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,3 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2022 (2,4 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (3,3 Prozent) liegen 0,9 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 3.381 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Traunstein?
Die Zahl ist gestiegen: 23 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Traunstein Insolvenz an, nach durchschnittlich 16,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 286 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.