Im September 2026 waren 4.536 Menschen in Trier arbeitslos gemeldet, 63 weniger als im August. Die Quote von 7,2 Prozent liegt deutlich über dem Landeswert von Rheinland-Pfalz von 5,5 Prozent.
Gegenüber September 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 29 abgenommen, das sind 0,6 Prozent weniger.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.658 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,6 Prozent. Die übrigen 2.878 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 4,6 Prozent.
Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 5.703 Personen beziehungsweise 8,9 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
Wer ist betroffen?
Im September waren 572 der Arbeitslosen in Trier jünger als 25 Jahre. 1.609 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 35 Prozent aller Betroffenen. 1.203 sind 50 Jahre oder älter. 1.667 haben keinen deutschen Pass, 227 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Trier in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
In Trier ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 5,4 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 7,4 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 4,5 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 4.591 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Trier?
2024 meldeten in Trier 19 Unternehmen Insolvenz an — weniger als die durchschnittlich 21,4 Fälle der fünf Jahre davor. Zugleich wurden 68 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.
Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.