4.115 Menschen waren im September 2026 in Wilhelmshaven arbeitslos gemeldet. Das sind 216 weniger als im August. Die Quote lag bei 10,6 Prozent — deutlich über dem Landeswert von Niedersachsen von 6,1 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber September 2025 sind 48 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 1,2 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.244 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 3,2 Prozent. Die übrigen 2.871 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 7,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 5.120 Personen beziehungsweise 12,9 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im September waren 368 der Arbeitslosen in Wilhelmshaven jünger als 25 Jahre (92 weniger als im Vormonat). 1.509 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 37 Prozent aller Betroffenen. 1.350 sind 50 Jahre oder älter. 980 haben keinen deutschen Pass, 243 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Wilhelmshaven in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage in Wilhelmshaven entspannt: von 12,3 auf 11,1 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 10,3 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 4.316 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Wilhelmshaven?
Die Zahl ist gestiegen: 19 Unternehmen meldeten 2024 in Wilhelmshaven Insolvenz an, nach durchschnittlich 13,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 46 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Niedersachsen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.