Am Arbeitsmarkt in Zweibrücken hat sich die Lage im September 2026 deutlich entspannt: 1.368 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 75 weniger als im August. Mit 7,2 Prozent liegt die Quote deutlich über dem Landeswert von Rheinland-Pfalz von 5,5 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 68 Arbeitslose weniger gegenüber September 2025 entsprechen einem Rückgang von 4,7 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 535 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,8 Prozent. Für die größere Gruppe von 833 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 1.624 Menschen und 8,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den September auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Zweibrücken trifft. 143 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (23 weniger als im Vormonat), 449 sind 50 Jahre oder älter. 513 Menschen und damit 38 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 368 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 68 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Zweibrücken in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote in Zweibrücken bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 7,5 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 7,6 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (5,6 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (7,6 Prozent) liegen 2,0 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.430 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Zweibrücken?
Die Zahl ist gestiegen: 11 Unternehmen meldeten 2024 in Zweibrücken Insolvenz an, nach durchschnittlich 6,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 33 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.
Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.