Im Juli 2026 waren 2.493 Menschen im Kreis Aichach-Friedberg arbeitslos gemeldet, 37 mehr als im Juni. Die Quote von 3,1 Prozent liegt unter dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Weniger erfreulich ist der Jahresvergleich. Gegenüber Juli 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 116 zugenommen, das sind 4,9 Prozent mehr.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.723 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,1 Prozent. Die übrigen 770 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 1,0 Prozent.
Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 3.078 Personen beziehungsweise 3,8 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 275 der Arbeitslosen im Kreis Aichach-Friedberg jünger als 25 Jahre (54 mehr als im Vormonat). 593 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 24 Prozent aller Betroffenen. 1.023 sind 50 Jahre oder älter. 672 haben keinen deutschen Pass, 253 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Aichach-Friedberg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Aichach-Friedberg bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 2,7 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,0 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (2,0 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (3,0 Prozent) liegen 1,0 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 2.418 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Aichach-Friedberg?
Auffällig ist die Zahl nicht: 21 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Landkreis Aichach-Friedberg entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 21,0 Fällen liegt. Unter dem Strich kamen 137 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.