7.207 Menschen waren im Juli 2026 im Kreis Bergstraße arbeitslos gemeldet. Das sind 164 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 4,7 Prozent — unter dem Landeswert von Hessen von 6,0 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr zeigt wenig Bewegung: Gegenüber Juli 2025 sind 35 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Unterschied von 0,5 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 3.009 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,0 Prozent. Die übrigen 4.198 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,8 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 9.079 Personen beziehungsweise 5,9 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 624 der Arbeitslosen im Kreis Bergstraße jünger als 25 Jahre (63 mehr als im Vormonat). 2.469 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 34 Prozent aller Betroffenen. 2.646 sind 50 Jahre oder älter. 3.004 haben keinen deutschen Pass, 411 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Bergstraße in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis Bergstraße ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 4,0 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,6 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 3,5 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 6.996 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Bergstraße?
2024 gab es im Landkreis Bergstraße 57 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 47,4 Fälle der fünf Jahre zuvor. Zugleich wurden 28 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.
Arbeitsmarkt in Hessen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.