Arbeitslosenquote in Coburg im Juli 2026: deutlich gestiegen

Am Arbeitsmarkt im Kreis Coburg hat sich die Lage im Juli 2026 deutlich angespannt: 2.235 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 111 mehr als im Juni. Mit 4,5 Prozent liegt die Quote knapp über dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich kaum etwas bewegt: 4 Arbeitslose mehr als im Juli 2025 entsprechen einem Plus von 0,2 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.289 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,6 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 946 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,9 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 2.744 Menschen und 5,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Coburg trifft. 269 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (31 mehr als im Vormonat), 922 sind 50 Jahre oder älter. 631 Menschen und damit 28 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 410 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 305 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Coburg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Im Landkreis Coburg ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 3,8 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,6 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 3,0 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.262 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Coburg?

Die Zahl ist gestiegen: 21 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Coburg Insolvenz an, nach durchschnittlich 13,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 140 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.