Arbeitslosenquote in Dahme-Spreewald im Juli 2026: deutlich gestiegen

Am Arbeitsmarkt im Kreis Dahme-Spreewald hat sich die Lage im Juli 2026 deutlich angespannt: 4.207 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 133 mehr als im Juni. Mit 4,3 Prozent liegt die Quote deutlich unter dem Landeswert von Brandenburg von 6,4 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 414 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 10,9 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.884 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 1,9 Prozent. Für die größere Gruppe von 2.323 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 2,4 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 5.084 Menschen und 5,2 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Dahme-Spreewald trifft. 352 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (52 mehr als im Vormonat), 1.474 sind 50 Jahre oder älter. 1.179 Menschen und damit 28 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 891 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 255 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Dahme-Spreewald in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Seit 2015 hat sich die Lage im Landkreis Dahme-Spreewald entspannt: von 6,0 auf 4,0 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 3,7 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 3.849 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Dahme-Spreewald?

Die Zahl ist gestiegen: 52 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Dahme-Spreewald Insolvenz an, nach durchschnittlich 24,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 532 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Brandenburg im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.