Im Juli 2026 waren 35.250 Menschen in Essen arbeitslos gemeldet, 333 mehr als im Juni. Die Quote von 11,2 Prozent liegt deutlich über dem Landeswert von Nordrhein-Westfalen von 7,9 Prozent.
Gegenüber Juli 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 987 abgenommen, das sind 2,7 Prozent weniger.
Ein Blick auf die Details zeigt: 8.779 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,8 Prozent. Die übrigen 26.471 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 8,4 Prozent.
Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 43.597 Personen beziehungsweise 13,6 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 3.387 der Arbeitslosen in Essen jünger als 25 Jahre (216 mehr als im Vormonat). 14.783 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 42 Prozent aller Betroffenen. 11.310 sind 50 Jahre oder älter. 15.390 haben keinen deutschen Pass, 2.096 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Essen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage in Essen entspannt: von 12,1 auf 11,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2022 mit 10,0 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 35.270 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Essen?
Die Zahl ist gestiegen: 256 Unternehmen meldeten 2024 in Essen Insolvenz an, nach durchschnittlich 185,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 976 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.