Arbeitslosenquote in Flensburg im Juli 2026: deutlich gestiegen

Am Arbeitsmarkt in Flensburg hat sich die Lage im Juli 2026 deutlich angespannt: 4.690 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 150 mehr als im Juni. Mit 8,6 Prozent liegt die Quote deutlich über dem Landeswert von Schleswig-Holstein von 5,9 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich kaum etwas bewegt: 7 Arbeitslose mehr als im Juli 2025 entsprechen einem Plus von 0,1 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.758 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 3,2 Prozent. Für die größere Gruppe von 2.932 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 5,4 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 5.901 Menschen und 10,6 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Flensburg trifft. 525 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (59 mehr als im Vormonat), 1.328 sind 50 Jahre oder älter. 1.431 Menschen und damit 31 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.405 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 224 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Flensburg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Seit 2015 hat sich die Lage in Flensburg entspannt: von 10,0 auf 8,6 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2022 mit 7,7 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 4.642 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Flensburg?

2024 meldeten in Flensburg 19 Unternehmen Insolvenz an — weniger als die durchschnittlich 21,2 Fälle der fünf Jahre davor. Unter dem Strich kamen 89 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.