Arbeitslosenquote in Freiburg im Breisgau im Juli 2026: spürbar gestiegen

7.284 Menschen waren im Juli 2026 in Freiburg im Breisgau arbeitslos gemeldet. Das sind 199 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 5,4 Prozent — über dem Landeswert von Baden-Württemberg von 4,6 Prozent.

Der Blick auf das Vorjahr fällt günstiger aus: Gegenüber Juli 2025 sind 120 Menschen weniger ohne Arbeit, ein Rückgang um 1,6 Prozent.

Ein Blick auf die Details zeigt: 3.351 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,5 Prozent. Die übrigen 3.933 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,9 Prozent.

Die Unterbeschäftigung liegt mit 9.374 Personen beziehungsweise 6,9 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.

Wer ist betroffen?

Im Juli waren 552 der Arbeitslosen in Freiburg im Breisgau jünger als 25 Jahre (27 mehr als im Vormonat). 1.938 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 27 Prozent aller Betroffenen. 2.041 sind 50 Jahre oder älter. 2.464 haben keinen deutschen Pass, 341 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Freiburg im Breisgau in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote in Freiburg im Breisgau bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 6,0 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 5,6 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (4,9 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (6,0 Prozent) liegen 1,1 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 7.472 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Freiburg im Breisgau?

Die Zahl ist gestiegen: 61 Unternehmen meldeten 2024 in Freiburg im Breisgau Insolvenz an, nach durchschnittlich 27,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 286 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.